Der Besuch eines Flughafens ist gerade für Kinder immer wieder spannend: Riesige Maschinen mit hunderten von Passagieren heben hier Tag für Tag ab, um tausende Kilometer hinter sich zu legen und teilweise bis auf andere Kontintente zu fliegen. Dabei werden aber nicht nur Passagiere, sondern auch Tonnen von Fracht befördert. Sieht man sich diese Gewichte einmal an, die hier in die Luft gehoben werden, bleibt in vielen Fällen die Frage, wie so ein Flugzeug überhaupt fliegen kann. Dabei gibt es verschiedenste Ansätze, die aber nicht alle wissenschaftlich korrekt sind.
Um die Idee hinter einem Tragflügel überhaupt erst einmal zu verstehen, sollte man sich kurz der Gleichung von Bernoulli widmen. Diese sagt aus, dass der statische und der dynamische Druck immer gleich sind. Wird also der dynamische Druck der Luftteilchen größer, weil diese sich schneller bewegen, nimmt der Statische ab.
Eine weitere wichtige Grundlage ist die Kontinuitätsgleichung: Wird der Querschnitt eines Rohres kleiner, so fließt die jeweilige Flüssigkeit oder der jeweilige Luftstrom schneller; Die Dichte verändert sich nicht.
Durch die Wölbung auf der Oberseite des Flügels wird der gedachte Querschnitt geringer. Durch die schnellere Flussgeschwindigkeit erhöht sich der dynamische Druck, der statische Druck nimmt damit ab. Dadurch entsteht an dieser Stelle ein Sog, der den Tragflügel nach oben zieht.
Gleichzeitig entsteht aber auch ein Wirbel um den Tragflügel, welcher als Gegenwirbel zum Anfahrtswirbel zu sehen ist. Durch diesen Wirbel fließt die Luft auf der Oberseite der Tragfläche nochmals schneller, während die Luft auf der Unterseite langsamer fließen muss. Somit entsteht auf der Unterseite ein höherer Druck, der zu einem Überdruck führt. Dabei ist der Druck zu 2/3 auf die Oberseite, zu 1/3 auf die Unterseite des Flügels verteilt: Das Flugzeug kann fliegen, sobald sich der Anfahrtswirbel ab einer bestimmten Geschwindigkeit vom Flügel abgelöst hat.